Sanierung alter Holzbalkendecken

Bis in die 50er Jahre bestanden Geschossdecken in Wohngebäuden aus überwiegend
von unten verputzten Holzbalkendecken. Diese hatten einen Einschubboden aus Lehm
und Sandschüttung und darauf einen Holzdielenfußboden.

Die tragenden Deckenbalken erhielten seitlich eine Latte oder Kerbung, in die
quer zum Balken Schwartenbretter oder auch Lehmwickel gelegt waren, diese nennt man auch Fehldecke. Auf diese "Fehldecke" wurde je nach Örtlichkeit Hüttensand / Koksasche oder Lehmboden aufgefüllt. Oberhalb der Balkenlage wurde abschließend eine Dielung aufgebracht. Auf der Untersicht der Decke wurden quer unter die Balken Schalbretter genagelt auf die dann eine Strohmatte als Träger des nachfolgenden Deckenputzes kam.





Beispiele für verschiedene Typen von Holzbalkendeckenkonstruktionen



Neue Baustoffe an alten Decken

1. Schallschutzverbesserung mit neuen handelsüblichen Baustoffen






2. Fußboden-und Deckensanierung mit sogenannten Schwalbenschwanzplatten


Werden hohe Anforderungen an Statik, Schall- und Brandschutz gestellt, wie z. B. bei wohnungstrennenden Fußböden, Umnutzung von Gebäuden oder häuslichen Feuchträumen, lassen sich diese Vorgaben schnell und einfach realisieren.

Bei der schwimmenden Verlegung (Standardaufbau) wird eine Trittschalldämmung zur Entkopplung auf die Tragkonstruktion und ein Randdämmstreifen zur Trennung von
allen aufgehenden Bauteilen verlegt. Danach erfolgt die Verlegung der LEWIS®-Platten auf die Trittschalldämmung und die Verarbeitung der Vergußmasse.

Das Ergebnis ist ein hochwertiger Fußboden, der in punkto Tragfähigkeit, Brand- und Schallschutz den geforderten Normen entspricht.

Hinweis zum Schallschutz

Eine gute Schalldämmung, insbesondere bei wohnungstrennenden Geschoßdecken
sollte bei allen baulichen Maßnahmen bedacht werden.
Mineralwolle als Einschubersatz genügt nie!
Beim Schallschutz spielt die Masse festerer Stoffe, wie auch die von losem Schüttgut, sowie deren genaue Lage eine entscheidende Rolle. Die Unterdecken haben beim Schallschutz meistens nur ergänzende, untergeordnete Funktionen. Schüttgut liegt oben unter der Dielung oder dem Estrich als Trittschalldämmung, die feste Masse unten im Einschub als Körperschalldämmung. Dabei können auch unkonventionelle Bauweisen erfolgen, wenn Sie denn praktisch erfolgreich wirken. Denken Sie auch an eine schalltechnische Entkopplung mittels einfacher Dämmstreifen an angrenzende Bauteile.